Vom Tropic of Capricorn bis zum Limpopo River


Soutpansberg Region und Louis Trichardt, früher Tummelplatz der Viehdiebe und Elfenbeinhändler, bieten heute warme Extravaganz und rätselhafte Riesen.

 

Felsiges Highveld von einem Nebelschleier umhüllt

Im Herzen des mystischen Soutpansberges in der Northern Provinceliegt, von den Touristenströmen weitestgehend unentdeckt, eine verzaubernde, unvergessliche Welt. Ein beeindruckendes Panorama von Berg und Buschfeld, Schluchten und Abgründen. Das felsige "Highveld" und die von einem blauen Nebelschleier umhüllten Berge, die in die warme Extravaganz der weit unten liegenden fruchtbaren Täler hinabreichen, blenden den Betrachter mit ihrer Schönheit. Genau so wie die Plantagen und der einheimische Regenwald auf den abfallenden Berghängen. Soweit das Auge reicht, eröffnen sich dem Betrachter unerwartete Ausblicke. Weiter nördlich sind die sanft gewellten Ebenen mit den immergrünen Mopane- und rätselhaften Affenbrotbäumen bewachsen. Es ist eine Welt, die mit ihrem reichhaltigen natürlichen Erbe protzt, inklusive ihrer einzigartigen und seltenen Tiere, Vögel und Pflanzen.

Idealer Nährboden für Mysterien

Die Soutpansberg Region erstreckt sich vom Tropic of Capricorn im Süden bis zum gewaltigen Limpopo River im Norden. Die östliche Grenze bildet der international bekannte Krüger Park. Der Mogalakwena-Fluss schlängelt sich einer Schlange gleich durch das Flachland und formt dabei die westliche Grenze dieses Gebietes. Die Region brüstet sich mit einem der reichsten natürlichen Erben des Landes. Eine Fülle endemischer Vegetation, die riesige Vielfalt der Vogelwelt, einschließlich seltener Raubvögel und das Beste der südafrikanischen Tierwelt. Seltene, gefährdete Spezies, die in dieser Region gefunden werden, bieten einen idealen Nährboden für die Mysterien der Afrikaner. Buschmänner und andere eingeborene Stämme haben auf ewig ihre mit der Geschichte der Voortrekker, Händler und Jäger verflochten.

Treffpunkt für Viehdiebe, Jäger und Elfenbeinhändler

Wenngleich das Städtchen Louis Trichardt nicht mit spektakulären Sehenswürdigkeiten aufwarten kann, so ist es dennoch ein optimaler Ausgangspunkt zur Erkundung des Umlands oder auch eine geeignete Zwischenstation. Bereits in alten Tagen war die Siedlung ein beliebter Treffpunkt für Viehdiebe, Jäger und Elfenbeinhändler. Seinerzeit aus dem westlicher gelegenen Schoemansdal hervorgegangen, das 1867 bis auf die Grundmauern niedergebrannt wurde, erinnert es heute noch etwas an die harsche Voortrekker-Zeit. Aus eben dieser Zeit stammt auch die Church of the Covenant, die als Einlösung eines Schwurs gebaut wurde, den der General Joubert 1989 am Vorabend seines Angriffs auf die Venda leistete. Hinter dem Gebäude der Stadtverwaltung befindet sich das Fort Hendrina, ein kleines, mobiles Fort aus Metall, in dem sich die frühen Siedler gegen die schwarzen Stämme verteidigten.

Heute lebt die Bevölkerung vom Zitrusfrucht-, Tee- und Kaffeeanbau sowie von der Rinderzucht und den Wildtierzuchtfarmen (Game-Ranch).

Hautnah Natur erleben

Fast alle Unterkünfte und Hotels sind zentral gelegen, Camping ist ebenfalls möglich. Direkt an der N1 liegt nördlich des Ortes die Soutpansberg Touristinformation. Die Game-Ranches offerieren neben Übernachtungen auch Safaris für Fotografen und Jäger. Etliche Naturschutzgebiete laden ein, hautnah den wahren Herzschlag Afrikas zu erleben. Wie beispielsweise das Ben Lavin Nature Reservat, zwölf Kilometer südöstlich von Louis Trichardt. Vier Wanderrouten führen durch das 2500 Hektar große Naturreservat, in dem neben Zebra, Giraffe und brauner Hyäne mit etwas Glück auch Leopard und Erdferkel zu beobachten sind. In dem ursprünglich zum Schutz der Spießböcke eingerichteten Langjan Nature Reservat leben zahllose Elenantilopen, Zebras und Wasserböcke. Zudem ist es der Lebensraum der äußerst seltenen Zibetkatze. Der Soutpansberg Hiking Trail vermittelt einen besonders intensiven Eindruck von dieser unvergleichlichen Mittelgebirgslandschaft. Durch Eukalyptus- und Stinkwoodwälder führt die zweitägige, 20,5 Kilometer lange Wanderroute über einen 1719m hohen Berg, wobei Schutzhütten Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Trotz aller Schönheit der Natur ist Vorsicht vor Malaria, Bilharziose und Zecken geboten.

Bilder:
SATours Südafria, Frankfurt
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